Finanzierung eines MBA – So klappt das Traumstudium

Obwohl in Deutschland die Hürden für ein Studium, auch aus finanzieller Perspektive, vergleichsweise gering sind, stellt das Studium des MBA eine Ausnahme dar. Denn dieses Studium, das auch Du vielleicht gerne absolvieren möchtest, wird nicht an den staatlichen Universitäten angeboten. Das bedeutet, dass dieses Studium nicht unter die staatliche Förderung fällt. Wenn Du Dich für ein Studium an einer staatlichen Universität entscheidest, dann kannst Du nicht nur direkte finanzielle Unterstützung durch BAföG oder einen Studienkredit erhalten, sondern Dein Studium ist prinzipiell subventioniert. Auch wenn Du einen Semesterbeitrag zahlst, so entfallen doch an den staatlichen Universitäten die Studiengebühren. Dein Semesterbeitrag finanziert also nicht das Studium selbst, sondern die Aspekte, die mit Deinem Studium verbunden sind. Also ein Semesterticket, den ASTA oder auch einen Fond, der für Härtefalle gedacht ist.


An privaten Hochschulen werden Studiengebühren von Dir verlangt, die deutlich höher ausfallen als der Semesterbeitrag. Und nur an einer solchen Universität kannst Du den Master of Business Administration absolvieren.

Der Stolperstein auf Deinem Weg zum Abschluss – Die Finanzierung

Selbst an einer staatlichen Hochschule kann die Finanzierung eines Studiums schon zum Problem werden. Denn nicht nur die reinen Studienkosten müssen von Dir aufgebracht werden, sondern auch Deine Lebenshaltungskosten. Wenn Du aber den MBA machen möchtest, dann liegen die Kosten für das Studium und auch die Lebenshaltungskosten deutlich höher. Das liegt daran, dass Du in der Auswahl Deines Studienortes nicht so frei bist und das Du auch pro Semester deutlich mehr Geld an die Universität zahlen musst. 

Ein weiterer Aspekt ist, dass die staatlichen Fördermöglichkeiten ebenso wie die klassischen Kredite für Studenten nicht ausreichend sind, damit Du Dein Studium dadurch finanzieren kannst. Denn Du musst auch dabei einen Nebenjob ausüben. Allerdings ist eine Verzögerung im Studienablauf beim MBA deutlich problematischer, da sich pro Semester höhere Gebühren anhäufen als bei einem klassischen Studium. Denn Du solltest mit Gesamtkosten zwischen 17.000 und 30.000 Euro für Dein Studium rechnen. Um diese Summe, die auch eine Pauschale Lebenshaltungskosten erfasst, aufzubringen, reicht in der Regel nicht eine Quelle. 

Welche Möglichkeiten für die Finanzierung sind denkbar?

Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn Du auf eigene Ersparnisse oder auch auf die Unterstützung durch Deine Familie zählen kannst, um den MBA zu finanzieren. Denn das reduziert die Verschuldung, die Du im Anschluss an das Studium tilgen musst. Da es sich um einen kostenintensiven Studiengang handelt, ist auch die Summe, die nachdem Abschluss des Studiums beglichen werden muss, deutlich höher als gewöhnlich.  Allerdings ist der Unterhalt durch Erziehungsberechtigte keine Konstante, auf die gebaut werden sollte, wenn kein Wille zur Unterstützung vorliegt. Es gibt einzelne Urteile hinsichtlich des Unterhaltes während des Studiums, die darauf hinweisen, dass der MBA nicht in die Reihe der Erstausbildungen fällt. Generell wird zwar der Master als Fortführung des Studiums betrachtet und entlässt die Erziehungsberechtigten nicht aus der Unterhaltspflicht, aber die Problematik besteht in der privaten Hochschule und den damit verbundenen Kosten. Der MBA ist eine hochwertige Qualifizierung, die nur an einer privaten Hochschule erlangt werden kann. Aber dieser Master ist keine Fortführung eines klassischen Studienprofils. Denn es ist auch möglich einen Master zu machen, der an einer staatlichen Universität angeboten wird und nur einen Bruchteil der Kosten bedingt.  Somit sind einige Urteile der Meinung, dass es Unterhaltspflichtigen nicht zugemutet werden kann, dieses Traumstudium zu finanzieren, wenn günstigere Möglichkeiten geben sind. Zudem deckt der Unterhalt nur einen Teil der monatlichen Kosten.

Stipendien, Arbeitgeberförderung und co.

Vorteilhaft ist es, wenn Du für ein Stipendium infrage kommst. Da das MBA-Studium sehr beliebt ist, liegen die Hürden höher und des kommen deutlich mehr Bewerber auf ein Studium. Deshalb solltest Du im Vorhinein an Deinem Profil arbeiten, um für ein solches Stipendium infrage zu kommen. Allerdings sind die meisten Stipendien nicht dafür geeignet, um die vollen Kosten des Studiums zu decken, sondern nur, um eine finanzielle Unterstützung dazustellen. 

Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass das Studium vom Arbeitgeber gefördert wird. Es gibt sogar Firmen, die dieses Angebot bei der Stellensuche explizit unterbreiten. Dabei ist die häufigste Variante, dass das Studium zum Teil vom Arbeitgeber finanziert wird und in Teilzeit betrieben wird. Das bedeutet, dass es eigentlich ein ähnliches Konzept ist, wie beim Dualen Studium, nur, dass die wenigsten Arbeitgeber die vollen Kosten für das Studium übernehmen. Zudem haben die meisten Arbeitgeber die Verträge so gestaltet, dass bei ausscheiden aus dem Unternehmen, nach der Beendigung des Studiums, eine Vertragsstrafe und die Kosten des Studiums an den Arbeitgeber gezahlt werden müssen. Meistens sind die Verträge auf eine Arbeitszeit von 3 bis 7 Jahren nach Beendigung des Studiums ausgelegt. Deshalb solltest Du auch bei der Auswahl des Arbeitgebers langfristig planen. 

Als letzte Variante kommt noch der Kredit infrage, der aber auch einen verspürbaren Druck hinterlässt.  Die klassischen KFW Kredite sind meistens nicht ausreichend und können nur einen geringen Teil der Kosten auffangen. Also ist diese Variante des Kredits nur teilweise geeignet, um das MBA-Studium zu finanzieren. Bei anderen Krediten ist aber häufig das Problem, dass Du eine gewisse Kreditwürdigkeit nachweisen musst, die an unterschiedliche Modalitäten geknüpft sind. Diese sind abhängig von der Bank und von Deiner Biografie.

Wann solltest Du Dir Gedanken über die Finanzierung machen?

Je früher desto besser. Denn es wäre tragisch, wenn Du mitten im Studium den MBA aufgrund von finanziellen Aspekten beenden müsstest. Du hast dann keinen Abschluss aber einen großen Berg von Schulden, der beglichen werden muss. Grade hinsichtlich der privaten Seite der Finanzierung solltest Du so weit wie möglich vorsorgen. Denn alles Geld, was Du selber investieren kannst, muss später nicht zurückgezahlt werden. 

Auch hinsichtlich der Absprache mit dem Arbeitgeber solltest Du gut vorbereitet sein und auch Dein Profil darauf auslegen, dass Du für ein Stipendium infrage kommst. Das kann nämlich bedeutet, dass Du beispielsweise Berufserfahrung oder besonderes soziales Engagement vorweisen musst. Und diese Aspekte in Deinen Lebenslauf zu integrieren braucht Zeit. Deshalb ist es wichtig, dass Du den MBA so gut wie möglich vorbereitest, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Dann kannst Du auch den MBA finanzieren und Dein Traumstudium bewältigen.

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