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Nebenjobs für Studenten – Alles Wissenswerte

by Philipp
Studentenjobs; Nebenjob im Studium

Vom sporadischen Wochenendjob bis hin zu einer Stelle als studentische Hilfskraft – Studentenjobs könnten vielseitiger kaum sein. Doch welche Jobmöglichkeiten gibt es für Studierende und welche Vor- und Nachteile bestehen? Dabei stellen sich auch immer Fragen wie: Gibt es Grenzen beim Verdienst oder der Arbeitszeit? Gelten besondere Regeln, wenn zusätzlich BAföG oder Kindergeld bezogen wird? Ab wann müssen Steuern gezahlt werden? 

Das solltet ihr wissen!

Steuern, Sozialversicherung, BAföG und so weiter: All diese Faktoren können Einfluss auf Studentenjobs haben. Daher vorab die wichtigsten Infos: 

  • Wer BAföG bezieht, darf jährlich nicht über ein Gehalt von 5416 Euro kommen. Alles darüber, wird vom BAföG- Satz abgezogen. 
  • Auch bei Studentenjobs aller Art gilt der aktuelle Mindestlohn von 9,19 Euro.
  • Während der Vorlesungszeit dürft ihr nicht mehr als 20 Stunden arbeiten. Sonst verliert ihr den Studentenstatus in der Sozialversicherung und zählt sodann als Arbeitnehmer. 
  • Der aktuelle Steuerfreibetrag liegt bei 9168 Euro im Jahr. Kommt ihr darüber, müsst ihr euer Einkommen versteuern. 
  • Verdient ihr mehr als 450 Euro im Monat, dürft ihr nicht mehr über die Familie krankenversichert sein und müsst selbst dafür aufkommen. 
  • Eine Einkommensgrenze, die Einfluss auf den Kindergeldanspruch hat, gibt es schon seit 2012 nicht mehr.

Wieso einen Studentenjob und wenn, was für einen?

Das hängt bei vielen von der Motivation ab. Jemand, der sein Studium eigenständig finanziert, kommt wohl kaum mit einem 450 Euro Job aus. Jemand der bereits das Nötigste zum Leben hat, möchte sich meist eher einen Zuschuss, für beispielsweise einen Urlaub oder ein neues Handy verdienen. Im Folgenden wird euch gezeigt, welches Jobmodell zu euren Zielen passen könnte: 

Der Mini- und Midijob

Das Besondere an diesen Nebenjobs für Studenten ist, dass sie absolut steuerfrei sind. Dafür darf das Gehalt monatlich nicht höher als 450 Euro sein. Würde euch der aktuelle Mindestlohn von 9,19 Euro gezahlt werden, könntest ihr also nicht mehr als circa 50 Stunden im Monat arbeiten. Das Modell ist bei ziemlich allen Studentenjobs möglich. Egal, ob als Pizzataxifahrer/in, Lagerarbeiter/in oder Kassierer/in. Schließlich birgt es für Arbeitgeber ebenfalls steuerliche Vorteile und die Anmeldung ist mit wenig Aufwand verbunden. Beim Midijob dürft ihr zwar mehr als 450 Euro verdienen, müsst dafür an die verschiedenen Sozialversicherungszweige einzahlen, wenn auch nur reduzierte Sätze. Mit so einem Job lässt sich schon eher ein ganzes Studium finanzieren.

Selbständig während des Studiums

Manche Nebenjobs für Studenten setzen voraus, dass ein Gewerbeschein vorliegt. Damit bist Du dann nicht direkt bei einem Arbeitgeber angestellt, sondern arbeitest vielmehr selbstständig für einen Auftraggeber. Dazu müsstest Du zunächst einen Gewerbeschein beim Finanzamt beantragen und das innerhalb der ersten vier Wochen. Daraufhin werdet ihr entweder als Gewerbebetreibender/in oder Freiberufler/in eingestuft. Letztere unterscheiden sich dadurch, dass sie eine Tätigkeit ausführen, die in § 18 Einkommenssteuergesetz aufgeführt sind. Daher spricht man auch von „Katalogtätigkeiten“. Dazu gehören zum Beispiel Berufe wie: Designer/in, Texter/in oder Nachhilfelehrer/in. Gewerbetreibende/r seid ihr, wenn Ihr keinen der aufgelisteten Berufe ausübt. Bei beiden Varianten werdet ihr, solange ihr nicht mehr als 17.500 Euro verdient, als Kleinunternehmer eingestuft. Damit würdet ihr gleichzeitig von der Umsatzsteuer befreit werden. Falls ihr über den Steuerfreibetrag kommt, müsstet ihr eine Einkommenssteuerklärung abgeben. 

Arbeiten als Werkstudent

Eine Tätigkeit als Werkstudent eignet sich hervorragend dafür, noch während des Studiums Praxiserfahrung im jeweiligen Fachbereich zu sammeln. Praktisch ist dabei auch, dass die Wochenarbeitszeit mit dem Arbeitgeber frei vereinbart werden kann, das heißt: Die Tätigkeit kann sowohl als Minijob, als auch als Midijob ausgeübt werden. Arbeitsrechtlich würdet ihr als Teilzeitbeschäftigte eingestuft werden. Übt ihr den Job länger als sechs Monate aus, habt ihr demnach auch Anspruch auf bezahlten Urlaub. Die Anzahl der Tage, richtet sich nach eurer Arbeitszeit. Außerdem profitiert ihr vom „Werkstudentenprivileg“. Das bedeutet, dass ihr keine Abgaben für die Sozialversicherungen abdrücken müsst, lediglich an die Rentenversicherung. 

Der Semesterferienjob

Unter den vielen Nebenjobs für Studenten, finden sich auch viele die während der Semesterferien angeboten werden. Insbesondere Fundraising Jobs sind bekannt dafür. Semesterferienjobs gelten rechtlich als kurzfristige Beschäftigung. Solche sind auf maximal 70 Arbeitstage im Jahr begrenzt. Natürlich dürft ihr auch während des Semesters solch eine Tätigkeit aufnehmen. Der Name kommt nur daher, weil ihr ja bekanntlich in der vorlesungsfreien Zeit nicht mehr an die 20 Wochenstunden gebunden seid. Wird die 70 Arbeitstage Grenze nicht überschritten, müsst ihr auch keine Beiträge für die Rentenversicherung leisten. 

Welche Jobs gibt es und wie hoch ist das Gehalt?

Klassische Nebenjobs für Studenten sind unter anderem: Kellnern, Babysitten, Nachhilfe geben, Promo- Jobs und die studentische Hilfskraft. Nicht zuletzt wird Cloudworking auf Plattformen wie WorkGenius immer beliebter. Das Gehalt hängt von eurer Erfahrung und Verhandlungsgeschick ab, manchmal auch vom Trinkgeld. Stundenlöhne liegen durchschnittlich meist bei circa 9-20 Euro. Werkstudentenjobs wie beispielsweise eine Tätigkeit im Labor durch den angehenden Chemiker, oder die SHK- Stelle am Lehrstuhl verschönern zusätzlich noch den Lebenslauf. Wer keine Lust auf klassische Studentenjobs hat, der kann was außergewöhnliches wie Mystery- Shopping, Flugbegleitung oder Patienten- Komparse ausprobieren. 

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